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Endometriose: Wenn der Kinderwunsch 2026 schmerzhaft wird

  • Autorenbild: Wolfgang Schöll, Univ. Prof. Dr.med., MSc
    Wolfgang Schöll, Univ. Prof. Dr.med., MSc
  • vor 14 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Der März steht im Zeichen der Aufklärung. Im Endometriose Awareness Month und im Monat, in dem der Internationale Frauentag stattfindet, wollen wir auf eine Erkrankung aufmerksam machen, die viele Frauen betrifft und trotzdem oft lange unerkannt bleibt: Endometriose. Für Betroffene geht es dabei nicht nur um Schmerzen, sondern häufig auch um etwas, das emotional tief trifft: den unerfüllten Kinderwunsch.


Dieser Beitrag richtet sich an Frauen und Paare in Graz und der Steiermark, die den Verdacht haben, dass hinter starken Zyklusbeschwerden mehr stecken könnte, oder die im Kinderwunsch gerade nicht weiterkommen und endlich Klarheit möchten. Bei FertiliaMed in Graz begleiten wir Sie genau an dieser Schnittstelle: wenn Beschwerden ernst genommen werden müssen und gleichzeitig die Frage nach der Fruchtbarkeit im Raum steht.


Was ist Endometriose?

Hand zeigt auf Gebärmutter-Illustration zur Endometriose-Erklärung und Kinderwunsch-Diagnostik bei FertiliaMed in Graz.

Endometriose ist eine chronische, meist hormonabhängige Erkrankung. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter, zum Beispiel an Eierstöcken, Eileitern, Darm oder Bauchfell. Dieses Gewebe reagiert auf den monatlichen Hormonzyklus, kann aber nicht wie die Schleimhaut in der Gebärmutter abfließen.


Das kann zu Entzündungen, Zysten, Verwachsungen und sehr unterschiedlichen Beschwerden führen. Manche Frauen leiden vor allem während der Blutung, andere zusätzlich zwischen den Blutungen. Häufig beschrieben werden starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und chronische Unterbauchschmerzen. Und ja, Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.


Wie Endometriose die Fruchtbarkeit beeinflussen kann

Eine Endometriose-Diagnose bedeutet nicht automatisch Unfruchtbarkeit. Es gibt viele Frauen, die trotz Endometriose schwanger werden. Gleichzeitig ist es medizinisch plausibel, dass Endometriose die Chancen auf eine Schwangerschaft reduzieren kann, je nach Ausmaß, Lokalisation und individuellen Faktoren.


Verklebte oder verschlossene Eileiter

Wenn Verwachsungen entstehen, kann das die Beweglichkeit von Eileitern und Eierstöcken verändern. Dadurch kann der natürliche Transport der Eizelle erschwert sein.


Entzündliche Prozesse und das ovarielle Umfeld

Chronische Entzündungsprozesse können das ovarielle Umfeld verändern. Das kann eine Rolle spielen, wenn es um Eizellqualität und die Funktion der Eierstöcke geht.


Einnistung und Immunreaktionen

Endometriose wird auch mit veränderten Immunreaktionen in Verbindung gebracht. Das kann erklären, warum die Einnistung in manchen Fällen erschwert sein kann.


Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Wenn Geschlechtsverkehr schmerzhaft ist, wirkt sich das nicht nur körperlich, sondern auch emotional aus. Viele Paare berichten, dass dadurch Druck entsteht und die natürliche Empfängnis zusätzlich erschwert wird.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Arzt im Beratungsgespräch mit Paar zur Endometriose-Behandlung und Kinderwunsch-Therapie bei FertiliaMed in Graz.

Die Therapie richtet sich nach Beschwerden, Alter, Kinderwunsch und Stadium der Erkrankung. Es geht nicht darum, für jede Frau denselben Weg zu wählen, sondern den passenden.


Medikamentöse Therapie

Medikamentöse Behandlungen können darauf abzielen, Endometriose-Aktivität zu bremsen und Schmerzen zu lindern. Dazu zählen hormonelle Therapien sowie begleitende Schmerztherapie. Bei bestehendem Kinderwunsch wird die Strategie medizinisch individuell gewählt, weil nicht jede hormonelle Option mit einem aktuellen Schwangerschaftswunsch vereinbar ist.


Operative Therapie

Mit einem minimalinvasiven Eingriff (Bauchspiegelung) können Endometrioseherde entfernt und Verwachsungen gelöst werden. Gerade bei Kinderwunsch kann das sinnvoll sein, wenn anatomische Faktoren den Weg zur Schwangerschaft blockieren oder wenn Schmerzen und Befunde dafür sprechen.


Reproduktionsmedizin

Wenn eine natürliche Empfängnis nicht möglich ist oder trotz Zeit und Abklärung nicht gelingt, können reproduktionsmedizinische Schritte helfen. Je nach Situation kommen Methoden wie Insemination oder IVF in Betracht. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom Gesamtbild ab, nicht von einem einzigen Befund.


Unterstützende Maßnahmen, die viele Frauen als entlastend erleben

Endometriose betrifft nicht nur den Körper, sondern oft auch die Psyche. Darum kann eine ganzheitliche Begleitung sinnvoll sein. Stressreduktion, psychologische Unterstützung oder auch ergänzende Verfahren wie Akupunktur werden von vielen Betroffenen als hilfreich beschrieben. Auch eine Ernährungsumstellung auf entzündungshemmende Lebensmittel wie beispielsweise viel Gemüse, gesunde Fette (Omega-3), Nüsse und Vollkornprodukte kann unterstützend wirken. Zucker, Weißmehl und industriell verarbeitete Lebensmittel sollten gemieden werden.


Wichtig ist dabei eine ehrliche Einordnung: unterstützend bedeutet nicht „ersetzt medizinische Therapie“, sondern ergänzt sie, wenn es für Sie passt.


Ein oft vergessener Aspekt: Die Rolle der Partner

Endometriose ist keine „Frauen-Sache, die man allein regelt“. Sie beeinflusst Beziehung, Sexualität und Familienplanung.


Paar umarmt sich liebevoll als Symbol für Unterstützung bei Endometriose, Kinderwunsch und gemeinsamer Begleitung in Graz bei FertiliaMed.

Wie können Männer unterstützen?

  1. Schmerzen ernst nehmen

    Endometriose ist keine „starke Regelblutung“, sondern eine chronische Erkrankung,

    welche sehr oft mit starken Schmerzen einhergeht.

  2. Geduld beim Kinderwunsch

    Druck erhöht Stress – und Stress wirkt sich negativ auf den Zyklus aus.

  3. Gemeinsame Arzttermine wahrnehmen

    Das signalisiert: Wir stehen das zusammen durch.

  4. Eigene Gefühle reflektieren

    Auch Männer dürfen Trauer oder Überforderung empfinden – wichtig ist offene

    Kommunikation.


Endometriose-Experte Prof. Dr. Wolfgang Schöll betont: „Ein unterstützender Partner kann den Therapieerfolg maßgeblich beeinflussen. Verständnis und emotionale Stabilität wirken sich positiv auf den gesamten Behandlungsverlauf aus.“


Wichtig: Frühe Diagnose schafft Perspektiven

Endometriose ist häufig, aber sie ist kein Schicksal ohne Handlungsspielraum. Je früher sie erkannt wird, desto besser sind die therapeutischen Möglichkeiten, besonders dann, wenn ein Kinderwunsch besteht.


Der März erinnert uns daran, dass Schmerzen nicht einfach „normal“ sind. Dass unerfüllter Kinderwunsch kein persönliches Versagen ist. Und dass Aufklärung Lebensqualität zurückgeben kann.


Ihr nächster Schritt: Klarheit schaffen

Wenn Sie betroffen sind oder einen Verdacht haben, vereinbaren Sie einen Termin bei FertiliaMed in Graz. Bei unserem Endometriose Spezialisten Prof. Dr. Wolfgang Schöll können Sie abklären lassen, was hinter Ihren Beschwerden steckt und welche nächsten Schritte medizinisch sinnvoll sind, gerade dann, wenn ein Kinderwunsch mit im Raum steht. Wissen ist der erste Schritt – und niemand muss diesen Weg allein gehen.


Oder rufen Sie uns an: +43 316 822 015

Unser Team freut sich auf Sie!

 
 
 

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