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Frühlingsgefühle & Fakten: Fruchtbarkeitsmythen im Check

  • Autorenbild: Dr. Carmen Schöll
    Dr. Carmen Schöll
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Endlich ist er da – der Frühling! Alles blüht, die Tage werden heller und die Natur

erwacht zu neuem Leben.


Doch gerade hier halten sich hartnäckige Mythen oft genauso hart wie der letzte

Winterschnee. Unsere Mediziner räumen heute mit den häufigsten Irrtümern auf,

damit Sie mit Klarheit und Zuversicht in die neue Jahreszeit starten können.


Mythos 1: „Ein unerfüllter Kinderwunsch liegt meist an der Frau.“

Der Mythos: Wenn es nicht klappt, liegt die Ursache in der Regel bei der Frau.


Die Realität: Dr. Carmen Schöll klärt auf, dass die Ursachen gleichmäßig verteilt sind: Etwa 30 % der Ursachen liegen bei der Frau, 30 % beim Mann und 30 % bei beiden Partnern gemeinsam. Bei ca. 10–15 % bleibt die Ursache ungeklärt.


Mythos 2: „Im Frühjahr steigt die menschliche Fruchtbarkeit automatisch an.“

Paar im Bett als Symbol für Kinderwunsch und Fruchtbarkeit: Mythos „Frühling macht automatisch fruchtbarer“ im Blog von FertiliaMed Graz.

Der Check: Es stimmt zwar, dass Licht die Hormonproduktion (z.B. Vitamin D und

Melatonin) positiv beeinflusst und die Libido steigern kann. Doch im Gegensatz zur

Tierwelt sind Menschen nicht saisonal fruchtbar.


Die Realität: „Ein gesundes Hormonsystem funktioniert das ganze Jahr über. Der

Frühling sorgt eher für bessere Stimmung und mehr Energie, was den Weg zum

Wunschkind angenehmer macht – die biologische Fruchtbarkeit bleibt jedoch

weitgehend konstant.“ so Dr. Rüdiger Hochstätter.


Mythos 3: „Entspann dich einfach, dann klappt es schon von ganz allein.“

Der Check: Das ist wohl der Satz, den Paare mit Kinderwunsch am wenigsten hören

wollen. Zwar kann extremer Dauerstress den Zyklus beeinflussen, aber „einfaches

Entspannen“ heilt keine medizinischen Ursachen.


Die Realität: Endometriosespezialist Prof. Wolfgang Schöll: „Wenn organische

Gründe vorliegen (wie verschlossene Eileiter, ausgeprägte Endometriose oder

hormonelle Störungen), hilft Entspannung allein leider nicht. Stress ist oft die Folge

des unerfüllten Kinderwunsches, nicht die alleinige Ursache. Eine medizinische

Abklärung bringt hier mehr als bloßes Abwarten.“


Mythos 4: „Beim Mann zählt nur die reine Spermienzahl.“

Der Check: Quantität ist nicht alles. Ein Spermiogramm, das lediglich eine hohe

Anzahl ausweist, ist nur die halbe Wahrheit.


Die Realität: Unsere Embryologin Tamara Haslinger betont: „Qualität schlägt

Quantität. Es kommt entscheidend auf die Beweglichkeit (Motilität) und die Form

(Morphologie) der Spermien an. Auch die DNA-Fragmentierung im Spermienkopf

spielt eine Rolle dabei, ob eine Eizelle erfolgreich befruchtet werden kann.“


Mythos 5: „Die künstliche Befruchtung (IVF) ist immer der letzte Ausweg.“

Embryologie-Labor mit Mikroskop: IVF und ICSI sind nicht immer der letzte Ausweg, erklärt im FertiliaMed Kinderwunschzentrum Graz.

Der Check: Viele Paare denken, eine IVF sei das Ende einer langen, frustrierenden

Reise.


Die Realität: „IVF oder ICSI sind hochwirksame medizinische Werkzeuge, die in

manchen Fällen – etwa bei beidseitigem Eileiterverschluss oder stark

eingeschränktem Spermiogramm – sogar die erste Wahl sein sollten. Je früher die

richtige Methode gewählt wird, desto höher sind oft die Erfolgsaussichten, da das

Alter der Frau ein entscheidender Faktor bleibt.“ informiert Dr. Carmen Schöll.



Mythos 6: „Das Alter spielt nur bei Frauen eine Rolle“

Der Mythos: Männer können bis ins hohe Alter problemlos und ohne Risiken Kinder

zeugen.


Die Realität: Wie Kinderwunsch Spezialistin Dr. Carmen Schöll bereits oben erwähnt

hat, ist das Alter der Frau ein entscheidender Faktor. Aber auch für Männer gibt es

laut Dr. Schöll zu beachten: „Männer produzieren zwar meistens ein Leben lang

Spermien, doch etwa ab dem 40. Lebensjahr nehmen Anzahl und Qualität messbar

ab. Ein höheres Väteralter wird zudem mit einem erhöhten Risiko für bestimmte

genetische Erkrankungen beim Kind in Verbindung gebracht.“


Mythos 7: „Ein unregelmäßiger Zyklus bedeutet Unfruchtbarkeit“

Gebärmutter-Illustration zur Erklärung von Zyklus und Eisprung bei unregelmäßigem Zyklus im FertiliaMed Blog für Kinderwunsch in Graz.

Der Mythos: Wer keine Periode hat, die man „nach der Uhr stellen kann“, kann nicht

schwanger werden.


Die Realität: Laut Dr. Hochstätter erschwert ein unregelmäßiger Zyklus lediglich die

Vorhersage des Eisprungs. Solange ein Eisprung stattfindet (auch wenn er mal an

Tag 14 und mal an Tag 22 ist), ist eine Befruchtung möglich. Hilfsmittel wie

Ovulationstests oder Temperaturmessung helfen hier, das Zeitfenster einzugrenzen.


Fazit

Lassen Sie sich nicht von Fruchtbarkeitsmythen verunsichern. Der Frühling ist die perfekte Zeit, um

Altlasten abzuwerfen und neue Wege zu gehen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer

persönlichen Situation haben, vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch bei einem

unserer Spezialisten im Kinderwunschzentrum FertiliaMed.


Oder rufen Sie uns an: +43 316 822 015

Unser Team freut sich auf Sie!

 
 
 

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